Augen auf in Polen:

Während meiner nun doch schon zahlreichen Fahrten durch Polen, musste ich leider auch schon ein paar negative Erfahrungen sammeln. Die für mich bedeutsamsten möchte ich hier aufzählen und andere Reisende um Vorsicht bitten.

  

Hierzu möchte ich aber erwähnen dass die nachfolgenden Schilderungen weder gegen das Land Polen oder dessen Staatsbürger gerichtet sind und auch niemanden persönlich angreifen sollen. Die Hinweise und Ratschläge wurden anhand von mir selbst erlebten und gemachten Erfahrungen erstellt und sollen lediglich eine Hilfestellung bei der Reise nach oder durch Polen geben.

  

  • Da in Polen für den Transit-Verkehr noch überwiegend Landstraßen zur Verfügung stehen sind Montags bis Samstags die polnischen Straßen durch starken LKW-Verkehr geprägt. Dies ist schon gleich nach dem Grenzübertritt nach Polen, am schlimmsten aber ab Warschau auf der „Via Baltica“(E67) über Bialystok nach Litauen zu spüren. Deshalb ist dieser Teilabschnitt am besten Sonntags zu befahren. Wegen der LKW´s sind teilweise auch recht tiefe Spurrillen auf der Fahrbahn!!!

 

  • Auch ist es keine Seltenheit von 40-Tonnern überholt zu werden… auch bei bereits ersichtlichem Gegenverkehr!! Falls man in eine solche Situation kommt, einfach (sofern vorhanden) den breiten, asphaltierten Seitenstreifen am rechten Straßenrand nutzen und so etwas mehr Platz auf der Straße zu schaffen. Ich habe 2005 ca. 1 Stunde benötigt um mich an den polnischen Fahrstil zu gewöhnen… danach machte es richtig Spaß..! Einfach immer schön in alle Spiegel schauen und vorausschauend fahren.

 

  • Geschlossene Ortschaften mit der dazugehörenden Geschwindigkeitsbegrenzung sind in Polen nicht immer gleich als solche zu erkennen, da sich Wohnhäuser teilweise nur auf einer Seite der Straße liegen (oft auch nur eine Häuserreihe) und sehr in die länge gezogen sein können. Auch die Ortsschilder sind wegen Ihrer Farbe und der schmalen Form oftmals schlecht oder überhaupt nicht zu sehen. Wenn man sich also nicht sicher ist ob man sich nun in einer geschlossenen Ortschaft befindet oder wie schnell man jetzt gerade fahren darf, lieber etwas langsamer fahren... gucken wie die "Einheimischen" unterwegs sind und mit dem fließenden Verkehr „mitschwimmen“. Radarmessungen werden in Polen nämlich sehr viele durchgeführt und überwiegend natürlich ausländische PKW und LKW bevorzugt und rausgeholt. Besonders auch bei Baustellen-Einfahrten (auch auf der A2) wird man gerne von den „Ordnungshütern“ anvisiert.

 

  • Polen ist übrigens ein Land der Attrappen. In keinem anderen Land habe ich bisher so lustige Sachen am Straßenrand gesehen. Egal ob die seitliche Ansicht eines Polizei-Autos oder Büffel / Bisons (Strecke via Lomza). Auch sind sehr oft Blitzkästen zu sehen, bei denen man aber nicht genau sagen kann ob es sich um echte „Starenkästen“ handelt oder ebenfalls nur der Abschreckung dienen!?

 

  • Wer ein „extrem“ tiefergelegtes Fahrzeug hat könnte teilweise Probleme bekommen, besonders bei den teilweise recht unkomfortablen angelegten Bahnübergängen!! Und Niederquerschnittsreifen auf Aluflegen sehen zwar auch schon aus, sind aber nicht gerade optimal für die polnischen Landstraßen. Wer empfindliche Alufelgen hat, dem empfehle ich für die Fahrt durch Polen und Litauen eventuell die Winterräder auf Stahlfelgen zu montieren!!!

 

  • Zum Tanken in Polen: Mir ist in Polen beim tanken schon folgendes passiert. Bei einem Tankstop in Polen befüllte ich meinen Renault mit Diesel für ca. 176 Zloty. Im Tankstellen-Shop begrüßten mich zwei junge Männer mit einem freundlichen Lächeln. Da ich in Euro bezahlen wollte habe ich kurzerhand schon mal im Kopf für mich überschlagen (Zloty : 4 = €) und hielt einen 50,- Euro-Schein in der Hand. Ich deutete auf die Zapfsäule an welcher ich getankt hatte und winkte mit meinem 50er! Einer der Männer tippte auf einem Taschenrechner und zeigte mir auf dem Display 64,- Euro. Ich schüttelte mit dem Kopf... er tippte wieder und zeigte mir 62,- Euro auf dem Display seines Rechners. Jetzt wurde es mir zu viel und ich zog mit einem flauen Gefühl meine EC-Karte aus der Geldbörse. :-? Das Ende von der Sache ist... als ich zuhause meine Kontoauszüge überprüfte, wurden lediglich 46,- Euro abgebucht!! ALSO IMMER SCHÖN AUFPASSEN... oder nicht wie ich an kleinen Wald-und Wiesen-Tankstellen tanken!!

 

  • Auch 2007 musste ich wieder eine negative Tank-Erfahrung in Polen machen. Auf der Rückreise wollte ich meinen Tank auf der A2 bei der vorletzten Tankstelle nochmals voll machen und mit meiner MAESTRO-Bankkarte bezahlen, da ich keine Zloty oder Kreditkarte hatte. Auf der Hinreise funktionierte dies auf der gegenüberliegenden Seite der Autobahn auch wunderbar... aber jetzt streikte die Technik und auch nach dem 3.ten Versuch stellte die Technik keine Verbindung her, so das eine Zahlung mit Karte unmöglich war! Schließlich musste ich mit meinen letzten Euros bezahlen! Der Wechselkurs der dort genommen wird raubte mir fast den Atem - 3 Zloty = 1 Euro !!!!! Für 134 Zloty (35 Liter) musste ich 45 Euro bezahlen. Da ich nur 50,-Euro hatte bekam ich als Rückgeld 15 Zloty - nochmals draufgezahlt!!!Schlussendlich habe ich in Polen deutlich mehr bezahlt, als mich der Treibstoff in Deutschland gekostet hätte... zum Glück war mein Tank erst halbleer!!!!

   

Ich persönlich habe daraus gelernt und besorge mir jetzt immer schon vor Reiseantritt über die Reisebank ausreichen Zloty´s für Maut, Hotel oder Tankstopps.

Die nächste Reise nach Litauen startet in...


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