Erfahrungsbericht TomTom Go 510 mit Nutzung der Zubehörkarte „Eastern Europe“:

 Da mein TomTom Go 510 standardmäßig nur die Karte „Central Europe“ enthielt und auf dieser das Straßennetz von Polen nur mit ca. 34%, Litauen überhaupt nicht abgedeckt war, kaufte ich mir für den Sommerurlaub 2008 noch die Karte „Eastern Europe“ für Osteuropa im Zubehörhandel. Laut Beschreibung waren die für mich wichtigen Länder auf dieser Karte nun mit 99,9% Abdeckung enthalten und sollten eine „von Haustür zu Haustür“- Routenplanung ermöglichen. Der Urlaub konnte also kommen…

 

DIE ANREISE:

Mit der Zentraleuropa-Karte lies ich mich bis zur letzten Tankstelle vor der polnischen Grenze, „Biegener Hellen Süd“, navigieren. Da wir hier sowieso eine kleine Pause eingeplant hatten um Milena zu füttern, nutzte ich diese Pause um die „Central Europe“-Karte gegen die „Eastern Europe“-Karte auszutauschen und die neue Route ab der Grenz zu Polen bis nach Panevezys in Litauen mit Zwischenstationen bzw. Wegepunkten einzugeben. Da ich mir die wichtigen Wegepunkte zuhause schon aufgeschrieben hatte, war dies auch relativ schnell eingegeben und wir konnten die Fahrt fortsetzen.

 

Lisa“ – die nette Stimme aus dem Navi, führte uns ohne Probleme oder falschen Ansagen bis zum Beginn der Autobahn A2 und auch die auf der „Central Europe“-Karte bisher nur lückenhaft vorhandene A2 wurde mit der neuen Karte komplett erkannt.

 

Auch den Rest der Strecke, durch Warschau bis zur Grenze nach Litauen, konnte die neue Karte nicht besser als die alte(*)… neu war jetzt aber die fortlaufende Streckenführung in Litauen.

 

Die erstellte Route entsprach genau der von mir bisher immer gewählte Strecke via Kaunas wurde ohne nennenswerte Vorkommnisse bis zum Ortseingang von Panevezys bewältigt.

 

Da ich die genaue Adresse von Daiva´s Eltern ja ebenfalls eingegeben hatte waren wir in Panevezys nun auf die weiteren Anweisungen und die „bis zur Haustür“-Routenplanung natürlich gespannt!

 

Als erstes fiel uns negativ auf, das uns „Lisa“ mit einem Umweg in das richtige Stadtviertel lotsen wollte. Wir ignorierten zum ersten mal Ihre Anweisungen und fuhren die uns altbekannte Strecke. Schnell korrigierte das Gerät die Route und passte sich der von uns gewählten Strecke an.

 

Eine Führung bis vor die Haustüre von Daiva´s Eltern fand ebenfalls nicht statt. Wir wurden lediglich bis zur Einfahrt des Wohnviertels bzw. der Straße geführt und mit den Worten „Sie haben Ihr Ziel erreicht“ darüber informiert.

 

TOMTOM-ERLEBNISSE IN LITAUEN:

Im großen und ganzen funktionierte die Navigation in Litauen recht gut und half oftmals auch weiter oder vereinfachte die Suche… aber man darf sich keinesfalls blind auf die Anweisungen von „Lisa“ verlassen, da wir auch ein paar negative Erlebnisse hatten, von denen ich hier die schlimmsten Beispiele nennen möchte:

 

Zum Teil wurden ich zum abbiegen aufgefordert, wo überhaupt keine Straße (mehr) zu sehen war… vielleicht vor Jahren mal eine war, aber nun eher nach einem staubigen, sandigem Bundeswehr-Truppenübungsplatz aussah.

 

In Siauliai wollte mich das Navi durch einen angesagtes Abbiegemanöver entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung in eine Einbahnstraße schicken. Wär sicher spannend gewesen… aber der nette Autofahrer hinter mir bemerkte mein falsches Blinkzeichen und machte mich mit Hupen darauf aufmerksam in die andere Richtung zu fahren. „Lisa“ komentierte mein handeln mit „Bitte wenden Sie“… tz..tz..tz..tz

 

Von Palanga aus wollten wir mal wieder auf die kurische Nehrung und gaben die Strecke bis Nida in das TomTom ein. In Klaipeda wollte mich „Lisa“ dann aber leider etwas ärgern (was Ihr auch gelungen ist) und führte mich statt zur Autofähre, über die groben Pflastersteinpisten einmal kreuz & quer durch die Altstadt vorbei am „Ännchen von Tharau“ zur Fähre für die Fußgänger, welche zum Meeresmuseum fährt und für Autos keinen Platz bietet. X-mal sollte ich auch hier durch Einbahnstraßen fahren… ebenfalls wieder entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung. Zwei nette Polizisten erklärten uns dann schließlich den richtigen Weg und hatten ein leichtes grinsen im Gesicht als Sie mein Navi sahen…

 

(*)= Auf der Heimreise von Litauen nach Deutschland führte uns die neue Karte in Polen eine uns bisher unbekannte Strecke um Warschau herum. Dies könnt Ihr hier nachlesen!

 

Allgemein kann ich TomTom-Navigationsgeräte auf jeden Fall weiterempfehlen, da diese von der Handhabung sehr einfach und selbst wärend der Fahrt gut zu bedienen sind.

 

ACHTUNG:

Mein TomTom Go 510 habe ich aber zwischenzeitlich verkauft, da ich nicht immer beim Grenzübertritt zu Polen die Software-Karten wechseln wollte, sondern die Tour schon von Zuhause aus komplett planen möchte... und deshalb habe ich mir das

„TomTom XL IQ Routes TM-Edition Europe“

mit TMC zugelegt, welches mich sowohl 2010 als auch 2011 ohne nennenswerte Zwischenfälle durch Polen und Litauen navigierte. Dieses Gerät kann ich vorbehaltslos weiterempfehlen!!!

 

Im Sommer 2013 nutzte ich das in meinem Nissan Qashqai vorhandene "Nissan Connect"-Navi für die Reise nach Litauen und ließ paralell das "TomTom XL IQ Routes" arbeiten. Beide Geräte arbeiteten zu 95% übereinstimmend, allerdings war die Software des TomTom schon nicht mehr überall aktuell.

 

Die nächste Reise nach Litauen startet in...


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